Dosierung bei Niereninsuffizienz
Moxifloxacin
 
Q0 * 0.8 [1]
HWZ ** 12 h [1]
UAW bei niereninsuffizienten Patienten In einem Fallbericht wurde über eine schwere Hypoglycämie bei einem Dialysepatienten berichtet [2].
Chronische Niereninsuffizienz ist ein Risikofaktor für Achillessehnen-Ruptur unter Behandlung mit Fluorchinolonen [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Fluorchinolone sollten bei chronischer Niereninsuffizienz nur dann verwendet werden, wenn dieses eindeutig indiziert ist und wenn gleichwertige Alternativen nicht zur Verfügung stehen oder mögliche Alternativen vom Patienten nicht vertragen werden oder kontraindiziert sind.
Da der Q0-Wert von Moxifloxacin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Balfour JA, Wiseman LR. Moxifloxacin. Drugs 1999;57:363-73.
  2. Kapoor R, Blum D, Batra A, Varma N, Lakshmi K, Basak P, Jesmajian S. Life-Threatening Hypoglycemia With Moxifloxacin in a Dialysis Patient. J Clin Pharmacol 2011;xx:xx.
  3. Godoy-Santos AL, Bruschini H, Cury J, Srougi M, de Cesar-Netto C, Fonseca LF, Maffulli N. Fluoroquinolones and the Risk of Achilles Tendon Disorders: Update on a Neglected Complication. Urology 2018;113:20-25.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Die Angaben sind nur zu Lehr- und Forschungszwecken und nicht für den klinischen Gebrauch konzipiert, eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2018 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 20.11.2018