Dosierung bei Niereninsuffizienz
Mitoxantron
 
Q0 * 0.94 [1-3].
HWZ ** 40 h Eine langsame terminale Halbwertszeit von 215 Stunden wurde beschrieben [1]. Die berichteten Werte für die terminale Halbwertszweit variieren zwischen 8.9 Stunden und 9 Tagen [3].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1,5].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr häufig: Harnwegsinfektionen, erhöhte Blutharnstoff-Spiegel [1].
Häufig: erhöhte Serumkreatininspiegel [1].
Häufigkeit unbekannt: Nierentoxizität, blau-grüne Verfärbung des Urins [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialysepatienten: Mitoxantron wird nicht über die Dialyse eliminiert. Eine Dosisanpassung bei Hämodialysepatienten ist nicht notwendig [4].
Renale Kontraindikation Nicht beschrieben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Mitoxantron hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten. Die Mono- und Dicarboxy-Hauptmetaboliten von Mitoxantron werden renal eliminiert, sind jedoch inaktiv [1,5].
 
Referenzen
  1. Fachinformation Ralenova, Stand Januar 2008
  2. Kintzel PE, Robert TD. Anticancer drug renal toxicity and elimination: dosing guidelines for altered renal function. Cancer Treatment Reviews 1995;21:33-64.
  3. Ehninger G, Schuler U, Proksch B, Zeller KP, Blanz J. Pharmacokinetics and metabolism of mitoxantrone - a review. Clin Pharmacokinet 1990; 18:365-80.
  4. Boros L, Cacek T, Pine RB, Battaglia AC. Distribution characteristics of mitoxantrone in a patient undergoing hemodialysis. Cancer Chemother Pharmacol 1992;31:57-60.
  5. Fachinformation des Arzneimittel-Kompendium der Schweiz® zu Mitoxantron «Ebewe», Stand Oktober 2008.
 
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Letzte Aktualisierung: 28.04.2011