Dosierung bei Niereninsuffizienz
Micafungin
 
Q0 * > 0.7 [1,2]
HWZ ** 13.5 h mittlere terminale HWZ [1].
UAW an der Niere und Harnwegen
Gelegentlich: Kreatininanstieg [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Keine beschrieben [1,4].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse beeinflusst die Pharmakokinetik von Micafungin nicht [2,3].
Renale Kontraindikation Keine beschrieben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Micafungin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Mycamine 50 mg Tr.-Subst. o. Lsgm., Stand Oktober 2008
  2. Aronoff GR, Bennett WM, Berns JS, Brier ME, Kasbekar N, Mueller BA, Pasko DA, Smoyer WE. Drug Prescribing in Renal Failure - Dosing Guidelines for Adults and Children. 5th ed. Philadelphia. American College of Physicians 2007
  3. Hirata K, Aoyama T, Matsumoto Y, Ogawa F, Yamazaki H, Kikuti A, Yamamoto Y. Pharmacokinetics of antifungal agent micafungin in critically ill patients receiving continuous hemodialysis filtration. Yakugaku Zasshi 2007;127:897-901.
  4. Hebert MF, Smith HE, Marbury TC, Swan SK, Smith WB, Townsend RW, Buell D, Keirns J, Bekersky I. Pharmacokinetics of micafungin in healthy volunteers, volunteers with moderate liver disease, and volunteers with renal dysfunction. J Clin Pharmacol 2005;45:1145-52.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011