Dosierung bei Niereninsuffizienz
Methoxsalen
 
Q0 * > 0.90 [1,2].
HWZ ** < 2 h [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht.
Renale Kontraindikation Stark eingeschränkte Nierenfunktion [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Methoxsalen hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion (GFR <30 ml/min) ist die Anwendung von Methoxsalen laut Hersteller kontraindiziert.
 
Referenzen
  1. de Wolff FA, Thomas TV. Clinical pharmacokinetics of methoxsalen and other psoralens. Clin Pharmacokinet 1986;11:62-75.
  2. Billard V, Gambus PL, Barr J, Minto CF, Corash L, Tessman JW, Stickney JL, Shafer SL. The pharmacokinetics of 8-methoxypsoralen following i.v. administration in humans. Br J Clin Pharmacol 1995;40:347–60.
  3. Fachinformation Meladinine® Tbl., Stand Mai 2008
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 23.03.2011