Dosierung bei Niereninsuffizienz
Methionin
 
Q0 * unbekannt
HWZ ** unbekannt
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei niereninsuffizienten Patienten ist die Gefahr der Entstehung einer metabolischen Azidose erhöht [1-3].
Renale Kontraindikation Methionin zur Harnansäuerung:
Der Hersteller gibt an, dass Methionin Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht gegeben werden darf [2].
Methionin als Bestandteil einer parenteralen Ernährung:
Die Angaben unterscheiden sich zwischen Präparaten und Herstellern. Oftmals wird eine schwere Niereninsuffizienz ohne Nierenersatztherapie als Gegenanzeige angegeben.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Methionin zur Harnansäuerung:
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht anwenden.
Methionin als Bestandteil einer parenteralen Ernährung:
Methioninhaltige Präparate sollten bei höhergradiger Niereninsuffizienz nicht gegeben werden. Für genauere Angaben siehe bitte Fachinformation des jeweiligen Präparates.
Monitoring: ggf. Kontrolle des Säure-Basen-Haushalts.
 
Referenzen
  1. Methionine. In: Dollery C, editor. Therapeutic drugs. 2nd ed. Edinburgh: Churchill Livingstone; 1999. p. M89-90.
  2. Fachinformation ACIMETHIN 500mg, FiTab (Ratiopharm), Stand Juli 2015
  3. Motil KJ, Harmon WE, Grupe WE. Complications of essential amino acid hyperalimentation in children with acute renal failure. JPEN J Parenter Enteral Nutr 1980;4:32-5.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
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Letzte Aktualisierung: 11.01.2017