Dosierung bei Niereninsuffizienz
Meloxicam
 
Q0 * 0.99 [1,2].
HWZ ** 20 h [1,2].
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen NSAR können ein akutes Nierenversagen auslösen, wenn die Aufrechterhaltung des renalen Blutflusses von renalen Prostaglandinen abhängt. Risikofaktoren sind insbesondere ein reduziertes effektives Blutvolumen (Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, diuretische Therapie), eine chronische Niereninsuffizienz und Komedikation mit Hemmern des Renin-Angiotensin Systems.
In seltenen Fällen können NSAR eine interstitielle Nephritis, Nierenpapillennekrose, Glomerulonephritis und/oder ein nephrotisches Syndrom auslösen.
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Verschlechterung einer vorbestehenden Niereninsuffizienz [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Meloxicam ist nicht dialysierbar [3].
Renale Kontraindikation Schwere, nicht-dialysierte Niereninsuffizienz [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Meloxicam hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
Laut Anbieter ist eine Gabe bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR <30 ml/min) die nicht dialysiert werden kontraindiziert. Bei Dialysepatienten sollte eine Dosis von 7,5 mg/Tag nicht überschritten werden [1].
 
Referenzen
  1. Fachinformation Meloxicam HEXAL®, Stand April 2008
  2. Boulton-Jones JM, Geddes CG, Heinzel G, Turck D, Nehmiz G, Bevis PJ. Meloxicam pharmacokinetics in renal impairment. Br J Clin Pharmacol 1997;43:35-40.
  3. Türck D, Schwarz A, Hoffler D, Narjes HH, Nehmiz G, Heinzel G. Pharmacokinetics of meloxicam in patients with end-stage renal failure on haemodialysis: a comparison with healthy volunteers. Eur J Clin Pharmacol 1996;51:309-13.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 23.03.2011