Dosierung bei Niereninsuffizienz
Mebendazol
 
Q0 * 0.9 bei oraler Anwendung [3].
HWZ ** 1 h [3]
Aktive Metaboliten OH-Mebendazol [2].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Im Fallbericht eines Dialysepatienten konnte keine Elimination von Mebendazol durch Hämodialyse nachgewiesen werden [4].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Mebendazol hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Fachinformation VERMOX Tabletten, Stand Juli 2014
  2. Lacey E, Brady RL, Prichard RK, Watson TR. Comparison of inhibition of polymerisation of mammalian tubulin and helminth ovicidal activity by benzimidazole carbamates. Vet Parasitol 1987;23:105-19.
  3. Dawson M, Braithwaite PA, Roberts MS, Watson TR. The pharmacokinetics and bioavailability of a tracer dose of [3H]-mebendazole in man. Br J Clin Pharmacol 1985;19:79-86.
  4. Allgayer H, Zähringer J, Bach P, Bircher J. Lack of effect of haemodialysis on mebendazole kinetics: studies in a patient with echinococcosis and renal failure. Eur J Clin Pharmacol 1984;27:243-5.
 
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Letzte Aktualisierung: 29.06.2016