Dosierung bei Niereninsuffizienz
Lercanidipin
 
Q0 * 1 [1]
HWZ ** 9 h [1]
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder Dialyse-Patienten fanden sich etwa 70% höhere Plasmaspiegel [1].
Renale Kontraindikation Der Hersteller gibt an, dass Lercanidipin Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) nicht gegeben werden darf [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Niereninsuffizienz (GFR >30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich, eine Dosissteigerung auf 20 mg sollte jedoch nur unter engmaschiger Beobachtung erfolgen.
Empfehlung(en) zur Dosierung:
- CLkrea ≥30 ml/min: 10 mg alle 24 h (max. 20 mg alle 24 h)
- Bei CLkrea <30 ml/min sollte Lercanidipin nicht gegeben werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Carmen®, Stand März 2008
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 07.09.2015