Dosierung bei Niereninsuffizienz
Anidulafungin
 
Q0 * 0.99 [1].
HWZ ** 32 h [1-3].
Allgemeines Bei physiologischen Temperaturen und einem physiologischen pH-Wert unterliegt Anidulafungin einem langsamen chemischen Abbau zu einem Peptid mit offener Ringstruktur, das keine antimykotische Aktivität aufweist [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Nierentoxizität: Erhöhte Kreatininwerte werden häufig beobachtet [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Keine bekannt [1,3].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik nach Gabe von 50 mg Anidulafungin war unverändert [3].
Hämodialyse: Anidulafungin ist nicht dialysierbar und kann unabhängig vom Zeitpunkt einer Hämodialyse verabreicht werden [1].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1,3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Anidulafungin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Fachinformation EcaltaŽ, Stand Juli 2009
  2. Dowell JA, Knebel W, Ludden T, Stogniew M, Krause D, Henkel T. Population pharmacokinetic analysis of anidulafungin, an echinocandin antifungal. J Clin Pharmacol 2004;44:590-8.
  3. Dowell JA, Stogniew M, Krause D, Damle B. Anidulafungin does not require dosage adjustment in subjects with varying degrees of hepatic or renal impairment. J Clin Pharmacol 2007;47:461-70.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011