Dosierung bei Niereninsuffizienz
Indinavir
 
Q0 * 0.83 [1-3]
HWZ ** 1.8 h
Aktive Metaboliten 7 Hauptmetaboliten mit geringerer Aktivität als die Muttersubstanz [3].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr häufig: Hämaturie, Proteinurie, Kristallurie.
Häufig: Nephrolithiasis, Dysurie.
Ohne Angabe einer Häufigkeit: Nephrolithiasis, in einigen Fällen mit Niereninsuffizienz oder akutem Nierenversagen; Pyelonephritis; interstitielle Nephritis, gelegentlich zusammen mit Ablagerungen von Indinavir-Kristallen. Niereninsuffizienz; Nierenversagen; Leukozyturie.
In der Mehrzahl der Fälle waren Niereninsuffizienz und akutes Nierenversagen reversibel [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [3].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Indinavir hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
Prophylaxe: ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5 Liter / Tag).
 
Referenzen
  1. Crixivan. In: Arzneimittelkompendium der Schweiz, Documed; 1999.
  2. Balani SK, Woolf EJ, Hoagland VL, Sturgill MG, Deutsch PJ, Yeh KC, Lin JH. Disposition of indinavir, a potent HIV-1 protease inhibitor, after an oral dose in humans. Drug Metab Dispos 1996;24:1389-94.
  3. Fachinformation Crixivan, Stand Mai 2013
 
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Letzte Aktualisierung: 03.01.2014