Dosierung bei Niereninsuffizienz
Imatinib
 
Q0 * 0.95 [1].
HWZ ** 18 h [1,3].
Aktive Metaboliten Äquipotenter Hauptmetabolit (CGP74588, ein N-demethyliertes Piperazinderivat) [1,3].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: akutes Nierenversagen, Nierenschmerzen, erhöhte Miktionsfrequenz, Hämaturie. Neoplastische Veränderungen an der Niere [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: keine wesentliche Kinetikänderung (2 Fallberichte) [2,4].
Renale Kontraindikation Nicht beschrieben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Imatinib hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Es sollte jedoch mit der niedrigsten empfohlenen Dosis begonnen werden.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Glivec, Stand April 2009
  2. Pappas P, Karavasilis V, Briasoulis E, Pavlidis N, Marselos M. Pharmacokinetics of imatinib mesylate in end stage renal disease. A case study. Cancer Chemother Pharmacol 2005;56:358-60.
  3. Peng B, Lloyd P, Schran H. Clinical pharmacokinetics of imatinib. Clin Pharmacokinet 2005;44:879-94.
  4. Ozdemir E, Koc Y, Kansu E. Successful treatment of chronic myeloid leukemia with imatinib mesylate in a patient with chronic renal failure on hemodialysis. Am J Hematol. 2006;81:474.
 
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Letzte Aktualisierung: 28.04.2011