Dosierung bei Niereninsuffizienz
Hydroxychloroquin
 
Q0 * 0.9 [1,2]
HWZ ** 45 d In der Literatur werden Werte zwischen 30 und 60 Tagen aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Hydroxychloroquin akkumuliert u.a. in den Nieren. Unter Langzeittherapie mit Hydroxychloroquin und der strukturell verwandten Substanz Chloroquin wurde sehr selten über eine reversible Phospholipidose berichtet [3,4].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Hydroxychloroquin sollte bei hochgradiger Niereninsuffizienz nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden. Insbesondere ist auf regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen und eine engmaschige Kontrolle der Nierenfunktion zu achten. Bei einer GFR < 20 ml/min wird auf Grund der mangelhaften Datenlage bei diesen Patienten eine Dosisreduktion um 50% empfohlen.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Quensyl®, Stand Juni 2008
  2. Ducharme J, Fieger H, Ducharme MP, Khalil SK, Wainer IW. Enantioselective disposition of hydroxychloroquine after a single oral dose of the racemate to healthy subjects. Br J Clin Pharmacol. 1995;40:127-33.
  3. Woywodt A, Hellweg S, Schwarz A, Schaefer RM, Mengel M. A wild zebra chase. Nephrol Dial Transplant 2007;22:3074-7.
  4. Müller-Höcker J, Schmid H, Weiss M, Dendorfer U, Braun GS. Chloroquine-induced phospholipidosis of the kidney mimicking Fabry's disease: case report and review of the literature. Hum Pathol 2003;34:285-9.
 
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Letzte Aktualisierung: 13.09.2017