Dosierung bei Niereninsuffizienz
Gadobensäure
 
Q0 * etwa 0.1 [1,2]
HWZ ** 1.6 h In der Literatur werden Werte zwischen 1.2 und 2 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ [1,2].
UAW an der Niere und Harnwegen Bei vorbestehender Niereninsuffizienz kann die Anwendung eines Röntgenkontrastmittels zu einem akuten Nierenversagen führen. Gadobensäure kann einen Anstieg des Serumkreatinins verursachen.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Auf Grund der einmaligen Applikation ist bei Patienten mit leichteren Nierenfunktionsstörungen eine Dosisreduktion nicht erforderlich.
Gadobensäure gehört zu den Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln mit mittlerem Risiko für das Auftreten einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF).
Es wird empfohlen, vor der Anwendung des Arzneimittels bei allen Patienten das Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung durch Labortests abzuklären.
Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (GFR <30 ml/min) soll eine einfache und möglichst niedrige Dosis angewendet werden. Die Anwendung eines Gadolinium-haltigen Kontrastmittels soll für mindestens 7 Tage nicht wiederholt werden.
Es gibt keine Belege, die dafür sprechen, bei bisher nicht dialysepflichtigen Patienten mit der Hämodialyse zu beginnen, um einer NSF vorzubeugen oder sie zu behandeln [3].
Bei Patienten mit GFR <30 ml/min sollte ein Gadolinium-haltiges Kontrastmittels mit zyklischer Struktur (Gadobutrol, Gadoteridol, Gadotersäure) erwogen werden.
 
Referenzen
  1. Gadobenate dimeglumine. Stand der Information: 9/2002. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  2. Fachinformation Multihance, Stand Februar 2003
  3. http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Weitere/Archiv/2010/20100903.pdf
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011