Dosierung bei Niereninsuffizienz
Flutamid
 
Q0 * 1 [1]
HWZ ** 7.8 h [1]
Aktive Metaboliten 2-Hydroxy-Flutamid [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Sehr selten: Bernsteinfarbene oder grünlich-gelbe Verfärbung des Urins [4].
In einem Fallbericht wurde über eine akute Nierenschädigung durch Flutamid berichtet [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Niereninsuffizienz hat keinen relevanten Einfluss auf die Exposition mit Flutamid und Hydroxy-Flutamid [2].
Flutamid ist nicht dialysierbar [2].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [4].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
 
Referenzen
  1. Haefeli WE. Pharmakokinetische/Toxikologische Daten. In: von Planta M, Herausgeber. Memorix, Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996: S. 447-78.
  2. Anjum S, Swan SK, Lambrecht LJ, Radwanski E, Cutler DL, Affrime MB, Halstenson CE. Pharmacokinetics of flutamide in patients with renal insufficiency. Br J Clin Pharmacol 1999;47:43-7.
  3. Altiparmak MR, Bilici A, Kisacik B, Ozguroglu M. Flutamide-induced acute renal failure in a patient with metastatic prostate cancer. Med Oncol 2002;19:117-9.
  4. Fachinformation FLUTA-CELL, Stand November 2014
 
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Letzte Aktualisierung: 11.09.2017