Dosierung bei Niereninsuffizienz
Flurazepam
 
Q0 * 1 [1-4]
HWZ ** 2 h [1-4]
Aktive Metaboliten N1-Desalkylflurazepam
Q0: Hoch (≥ 0.7).
HWZ: 47 - 100 h
N1-Hydroxyethylflurazepam
Q0: Hoch (≥ 0.7).
HWZ: 10 - 20 h
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Flurazepam hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Dalmadorm, Stand September 2003
  2. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  3. Flurazepam (hydrochloride). In: Dollery C, editor. Therapeutic drugs. 2nd ed. Edinburgh: Churchill Livingstone; 1999. p. F123-5.
  4. Flurazepam. Stand der Information: 6/2003. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011