Dosierung bei Niereninsuffizienz
Acarbose
 
Q0 * unbekannt Die vorhandenen Daten lassen eine Berechnung des Q0-Wertes nicht zu [1-3].
HWZ ** 10 h In der Literatur werden Werte zwischen 5 und 14 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ. Die Angabe der Halbwertszeit bezieht sich auf die inhibitorisch wirksame Substanz [1-3].
Allgemeines Da Acarbose seine Wirkung im Intestinaltrakt entfaltet, ist eine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz prinzipiell nicht sinnvoll.
Aktive Metaboliten Durch bakteriellen Stoffwechsel werden Acarbose-Metaboliten gebildet.
Renale Kontraindikation Der Hersteller gibt an, dass Acarbose Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (< 25 ml/min) nicht gegeben werden darf. Der Grund liegt vermutlich darin, dass absorbierte Acarbose bzw. deren Metaboliten zu über 90 % unverändert renal eliminiert wird.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich [4].
Bei GFR <25 ml/min sollte Acarbose nicht angewendet werden.
 
Referenzen
  1. Acarbose. In: Dollery C, editor. Therapeutic drugs. 2nd ed. Edinburgh: Churchill Livingstone; 1999. p. A7-A11.
  2. Acarbose. Stand der Information: 9/2002. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  3. Fachinformation Glucobay, Stand Juni 2002
  4. Czock D. Antidiabetika bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Der Nephrologe 2014;9:433-41.
 
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Letzte Aktualisierung: 25.07.2014