Dosierung bei Niereninsuffizienz
Amilorid
 
Q0 * Niedrig [1-4]
HWZ ** 18 h [4]
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie zu vermuten [4].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Niereninsuffizienz ist die HWZ von Amilorid deutlich verlängert (ca. 70 Stunden bei einer Kreatinin-Clearance von 20 ml/min) [4].
Renale Kontraindikation Kreatinin-Clearance <30 ml/min [4].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance >30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Bei Kreatinin-Clearance <30 ml/min sollte Amilorid nicht angewendet werden.
Monitoring: engmaschige Kaliumkontrolle (insb. bei Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min).
 
Referenzen
  1. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  2. Gambertoglio JG. Use of drugs in patients with renal failure. In: Schrier RW, Gottschalk CW, editors. Diseases of the kidney. 5th ed. Little, Brown and Company; 1993. S. 3211-68.
  3. Taeschner W, Vozeh S. Pharmacokinetic drug data. In: Speight TM, Holford NHG, editors. Avery´s Drug Treatment. 4th ed. adis International; 1997. Appendix A: p. 1629-64.
  4. Fachinformation Amilorid comp.-ratiopharm, Stand Oktober 2013
 
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Letzte Aktualisierung: 11.05.2015