Dosierung bei Niereninsuffizienz
Epoetin alfa
 
Q0 * unbekannt
HWZ ** 4 h [1,2]
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Während der Dialyse als Bolus in die venöse Zugangsstelle zwischen Dialysator und Tropfkammer injizieren, alternativ nach der Dialyse in Schlauch der Shuntpunktionsnadel injizieren, anschließend mit 10 ml physiologischer Kochsalzlösung nachspülen [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Dosisanpassungen erfolgen nach Hämoglobin-Zielkonzentration:
Subkutane Anwendung: Die Anfangsdosis beträgt 3mal 20 I.E./kg Körpergewicht und Woche. Bei nicht ausreichendem Anstieg des Hämatokritwertes (unter 0,5 % pro Woche) kann die Dosis in monatlichen Abständen um 3mal 20 I.E./ kg und Woche erhöht werden. Die Wochendosis kann auch auf tägliche Einzelgaben aufgeteilt werden.
Intravenöse Anwendung: Die Anfangsdosis beträgt 3mal 40 I.E./kg Körpergewicht und Woche. Bei nicht ausreichendem Anstieg des Hämatokritwertes (unter 0,5 % pro Woche) kann die Dosis nach einem Monat auf 80 I.E./kg 3mal pro Woche und, falls erforderlich, in monatlichen Abständen um weitere 20 I.E./kg 3mal pro Woche erhöht werden.
Für beide Anwendungsarten sollte die maximale Dosis von 720 I.E./kg und Woche nicht überschritten werden [1].
 
Referenzen
  1. Fachinformation Erypo®, Stand Mai 2006
  2. Erypo® Arzneimittelkompendium der Schweiz®. Stand November 2006.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011