Dosierung bei Niereninsuffizienz
Eplerenon
 
Q0 * 0.98 [1,3]
HWZ ** 4 h [1,3]
Aktive Metaboliten Bekannte Metabolite inaktiv [1,3].
UAW an der Niere und Harnwegen Häufig: Nierenfunktionsstörungen [3].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie [3].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit hochgradiger Niereninsuffizienz war die durchschnittliche Konzentration um 38 % erhöht. Zwischen der Plasmaclearance von Eplerenon und der Kreatinin-Clearance wurde keine Korrelation beobachtet. Eplerenon ist nicht in relevantem Umfang hämodialysierbar (10 % der Dosis werden eliminiert) [1,3].
In kleineren Studien wurde Eplerenon auch bei Hämodialyse-Patienten eingesetzt. Bei höheren Dosierungen kam es eher zu Hyperkaliämie [2].
Renale Kontraindikation Glomeruläre Filtrationsrate <30 ml/min pro 1,73m² [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min: Initialdosis reduzieren (25 mg jeden 2. Tag). Anpassung im Verlauf nach Kalium.
Bei Kreatinin-Clearance <30 ml/min ist Eplerenon kontraindiziert.
Monitoring: Kalium.
 
Referenzen
  1. Ravis WR, Reid S, Sica DA, Tolbert DS. Pharmacokinetics of eplerenone after single and multiple dosing in subjects with and without renal impairment. J Clin Pharmacol 2005;45:810-21.
  2. Baker WL, White WB. Safety of mineralocorticoid receptor antagonists in patients receiving hemodialysis. Ann Pharmacother 2012;46:889-94.
  3. Fachinformation InspraŽ 25 mg Filmtabletten, Stand Juli 2013
 
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Letzte Aktualisierung: 05.01.2015