Dosierung bei Niereninsuffizienz
Enoximon
 
Q0 * 0.99 [2]
HWZ ** 4.2 h [1]
Allgemeines Reversible Oxidation zum Sulfoxid in Leber und Niere [1].
Aktive Metaboliten Die inotrope Wirkung des Sulfoxid-Metaboliten lag in isolierten Gewebemodellen bei 8 – 40 % von Enoximon [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: leichter Anstieg von Harnstoff, Kreatinin oder Harnsäure
Selten: Oligurie, Harnverhaltung
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Während der Hämodialyse 1/3 der Normaldosis(Cuprophanfilter 1,3 m2 Oberfläche), im dialysefreien Intervall 1/10 der Normaldosis,
Hämofiltration: Während der Hämofiltration 1/10 der Normaldosis (Ultraflux AV 600 Filter) [1,3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Während der Therapie sollten sowohl Nierenfunktion als auch Flüssigkeits- und Elektrolytstatus regelmäßig überprüft werden [1].
Initialtherapie:
Die initiale Dosis entspricht der Standarddosierung (max. 0,5 mg Enoximon/kg KG) und kann nach 30 Minuten als intermittierende Bolusbehandlung wiederholt werden [1].
Erhaltungstherapie:
Obwohl der Q0-Wert hoch ist, wird vermutlich wegen einer von der Nierenfunktion abhängigen Metabolisierungsleistung vom Anbieter folgende Dosisanpassung empfohlen [1,2]:
Kreatininclearance 0-5 ml/min: 33%
Kreatininclearance 5-15 ml/min: 50%
Kreatininclearance 15-30 ml/min: 67%
Kreatininclearance 30-40 ml/min: 80%
Kreatininclearance über 40 ml/min: 100%.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Perfan®, Stand August 2006
  2. Morita S, Sawai Y, Heeg JF, Koike Y. Pharmacokinetics of enoximone after various intravenous administrations to healthy volunteers. J Pharm Sci 1995;84:152-7.
  3. Fiegel P, Trenk D, Jaehnchen E, Dieterich HA. Pharmacokinetics of intravenous enoximone in dialysis patients. J Cardiovasc Pharmacol 1989;14 Suppl 1:S20-3.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011