Dosierung bei Niereninsuffizienz
Doxazosin
 
Q0 * 0.95 [1,2]
HWZ ** 12 h In Multiple-Dose-Studien: 22 h [1,2]
Allgemeines Keine spezielle Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz, aber Dosis so niedrig wie möglich und Dosissteigerung nur unter genauer Beobachtung [3,4]. Die Wirkdauer ist verlängert. AUC und Halbwertszeit unterscheiden sich nicht signifikant [5].
Studien bei Niereninsuffizienz Hämodialyse: Doxazosin ist nicht nennenswert dialysierbar [5].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Doxazosin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Elliott HL, Meredith PA, Reid JL. Pharmacokinetic overview of doxazosin. Am J Cardiol 1987 29;59:78G-81G
  2. Kaye B, Cussans NJ, Faulkner JK, Stopher DA, Reid JL. The metabolism and kinetics of doxazosin in man, mouse, rat and dog. Br J Clin Pharmacol 1986;21 Suppl 1:19S-25S
  3. Fachinformation Doxacor® Tbl., Stand März 2006
  4. Fachinformation Diblocin® PP Retardtbl., Stand Juni 2006
  5. Carlson RV, Bailey RR, Begg EJ, Cowlishaw MG, Sharman JR. Pharmacokinetics and effect on blood pressure of doxazosin in normal subjects and patients with renal failure. Clin Pharmacol Ther 1986; 40:561-6.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011