Dosierung bei Niereninsuffizienz
Diltiazem
 
Q0 * ≥ 0.9 [1-4]
HWZ ** 6 h In der Literatur werden Werte zwischen 2 und 11 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ [1-4].
Aktive Metaboliten N-Desmethyldiltiazem
Aktivität: Die pharmakologische Aktivität beträgt 20 %, verglichen mit Diltiazem.
Konzentration: Etwa 80 % der Plasmakonzentration von Diltiazem.
Deacetyldiltiazem
Aktivität: Die pharmakologische Aktivität beträgt 25 - 50 %, verglichen mit Diltiazem.
Konzentration: Etwa 20 % der Plasmakonzentration von Diltiazem.
UAW an der Niere und Harnwegen Diltiazem kann selten akutes Nierenversagen verursachen.
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Diltiazem hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  2. Fachinformation Diltiazem Heumann, Stand April 2003
  3. Diltiazem. Stand der Information: 6/2003. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  4. Taeschner W, Vozeh S. Pharmacokinetic drug data. In: Speight TM, Holford NHG, editors. Avery´s Drug Treatment. 4th ed. adis International; 1997. Appendix A: p. 1629-64.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011