Dosierung bei Niereninsuffizienz
Dapoxetin
 
Q0 * 1 [1]
HWZ ** 19 h Terminale HWZ [1].
Aktive Metaboliten Desmethyldapoxetin: genauso wirksam wie Dapoxetin Didesmethyldapoxetin: ca. 50 % Wirksamkeit [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Keine beschrieben [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Keine beschrieben [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Patienten mit Niereninsuffizienz war die Pharmakokinetik nach einer Einzeldosis unverändert. Dialysepatienten wurden bisher nicht untersucht [1].
Renale Kontraindikation Keine beschrieben [1].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Dapoxetin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Aufgrund der bekannten aktiven Metaboliten ist bei Einschränkung der Nierenfunktion engmaschig auf Nebenwirkungen zu achten. Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min) wird die Anwendung von Dapoxetin laut Herstellerinformation nicht empfohlen.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Priligy® Filmtbl., Stand April 2009
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 23.03.2011