Dosierung bei Niereninsuffizienz
Aliskiren
 
Q0 * 0.92 [1,2]
HWZ ** 30 h In der Literatur werden Werte zwischen 20 und 40 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ. [1,3]
Aktive Metaboliten Nicht beschrieben [1].
UAW an der Niere und Harnwegen Gelegentlich: Akutes Nierenversagen, eingeschränkte Nierenfunktion [1].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion haben während der Therapie mit Aliskiren ein erhöhtes Risiko für eine Hyperkaliämie [1].
Studien bei Niereninsuffizienz Bei Niereninsuffizienz wurde unabhängig vom Schweregrad der Einschränkung über eine Zunahme der AUC berichtet (bis Verdopplung), ohne dass eine Dosisanpassung erforderlich wurde [1].
Renale Kontraindikation Aliskiren ist bei GFR <60 ml/min/1.73m2 kontraindiziert, wenn in Kombination mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker behandelt wird [4].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
CLkrea <60 ml/min: nicht mit ACE-Hemmern oder AT1-Antagonisten kombinieren.
Bei CLkrea <30 ml/min sollte Aliskiren nicht gegeben werden.
Monitoring: Kreatinin, Kalium
Empfehlung(en) zur Dosierung:
150 mg alle 24 h (max. 300 mg alle 24 h)
 
Referenzen
  1. Fachinformation Rasilez®, Stand November 2011
  2. Waldmeier F, Glaenzel U, Wirz B, Oberer L, Schmid D, Seiberling M, Valencia J, Riviere G-J, End P, Vaidyanathan S. Absorption, distribution, metabolism, and elimination of the direct renin inhibitor aliskiren in healthy volunteers. Drug Metab Dispos 2007;35:1418-28.
  3. Frampton JE, Curran MP. Aliskiren. A review of its use in the management of hypertension. Drugs 2007;67:1767-92.
  4. Rote Hand Brief vom 27.2.2012
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 02.03.2015