Dosierung bei Niereninsuffizienz
Clozapin
 
Q0 * 1 [1-4].
HWZ ** 16 h In der Literatur werden Werte zwischen 6 und 26 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ [1-4].
Aktive Metaboliten N-Demethylclozapin
Q0: Hoch (≥ 0.7).
Aktivität: Die Wirkung gleicht derjenigen von Clozapin, sie ist jedoch erheblich geringer und von kürzerer Dauer.
Konzentration: Etwa 60 % der Plasmakonzentration von Clozapin.
UAW an der Niere und Harnwegen Einzelfälle von akuter interstitieller Nephritis wurden in Verbindung mit einer Leponex-Therapie berichtet [1,3].
Renale Kontraindikation Der Hersteller gibt an, dass Clozapin Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen nicht gegeben werden darf [3].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Clozapin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
 
Referenzen
  1. Clozapine. Stand der Information: 12/2002. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  2. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  3. Fachinformation Leponex, Stand März 2003
  4. Schaber G, Stevens I, Gaertner HJ, Dietz K, Breyer-Pfaff U. Pharmacokinetics of clozapine and its metabolites in psychiatric patients: plasma protein binding and renal clearance. Clin Pharmacokinet 1998;46:453-9.
 
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2011