Dosierung bei Niereninsuffizienz
Clemastin
 
Q0 * ≥ 0.7 [2,3].
HWZ ** 37 h In der Literatur werden Werte zwischen 21 h und 53 h aufgeführt. Angegeben ist eine mittlere HWZ.Eine initale HWZ von 3.6 h wird beobachtet [1,2].
Renale Kontraindikation Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz, da zur Anwendung bei dieser Patientengruppe keine ausreichenden Daten vorliegen [2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Da der Q0-Wert von Clemastin hoch ist, ist keine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion notwendig. Bei vielen Arzneimitteln mit hohem Q0-Wert entstehen renal eliminierte Metaboliten, deren Aktivität nicht immer bekannt ist. Entsprechend ist bei schweren Einschränkungen der Nierenfunktion grundsätzlich Vorsicht geboten.
Bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Leber- und Niereninsuffizienz sollte Clemastin nicht angewendet werden.
 
Referenzen
  1. Clemastine. Stand der Information: 6/2002. [monograph on CD-ROM]. Klasco RK, editor. DRUGDEX® System. MICROMEDEX Inc. Greenwood Village, Colorado.
  2. Fachinformation Tavegil, Stand Juni 2016
  3. Schran HF, Petryk L, Chang CT, O'Connor R, Gelbert MB. The pharmacokinetics and bioavailability of clemastine and phenylpropanolamine in single-component and combination formulations. J Clin Pharmacol 1996;36:911-22.
 
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2017