Dosierung bei Niereninsuffizienz
Alfacalcidol
 
Q0 * 1.0 [1]
HWZ ** 49 h [3]
Aktive Metaboliten Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol), HWZ 26 Stunden [1,3].
UAW an der Niere und Harnwegen Nicht beschrieben [1].
Andauernde Hyperkalzämie kann zu Nephrokalzinose und Nierenfunktionsstörungen führen [2].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Nicht beschrieben [1,2].
Studien bei Niereninsuffizienz In niereninsuffizienten Patienten (GFR < 60 ml/min, n=1.159, Zeitraum 12 Monate) war die Gabe von Alfacalcidol gut verträglich (Calciumanstieg um 0,8 mmol/l, Phosphatanstieg um 0,07 mmol/l, 3 Patienten mit gastrointestinalen Beschwerden, 1 Patient mit Hypercalcämie und Hyperphosphatämie) [4].
Bei Hämodialyse-Patienten (n=89, Zeitraum 5 Jahre) war die Gabe von Alfacalcidol gut verträglich [5].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [1,2].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Eine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz ist nicht notwendig.
Monitoring: Calcium, Phosphat.
 
Referenzen
  1. Fachinformation Bondiol® 0,25µg Weichkapseln, Stand Oktober 2013
  2. Fachinformation EinsAlpha® 2µg/ml Injektionslösung 0,5ml, Stand März 2009
  3. Brandi L, Egfjord M, Olgaard K. Pharmacokinetics of 1,25(OH)(2)D(3) and 1alpha(OH)D(3) in normal and uraemic men. Nephrol Dial Transplant 2002;17:829-42.
  4. Reichel H. Low-dose alfacalcidol controls secondary hyperparathyroidism in predialysis chronic kidney disease. Nephron Clin Pract 2010;114:c268-76.
  5. Ogawa M, Ogawa T, Inoue T, Otsuka K, Nitta K. Effect of alfacalcidol therapy on the survival of chronic hemodialysis patients. Ther Apher Dial 2012;16:248-53.
 
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Für die zu treffende Therapieentscheidung sind außerdem die individuelle Situation des Patienten sowie die jeweils aktuelle Fachinformation des einzusetzenden Arzneimittels zu berücksichtigen. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
 
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 - 2017 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss.
Letzte Aktualisierung: 27.02.2015