Dosierung bei Niereninsuffizienz
Chlordiazepoxid
 
Q0 * 1 [1-3].
HWZ ** 15 h [1-3].
Aktive Metaboliten Desmethylchlordiazepoxid (HWZ 14 Stunden), Demoxazepam (HWZ 50 Stunden), N-Desmethyldiazepam (HWZ: 44 h) [4,5].
UAW an der Niere und Harnwegen Selten: Harnverhaltung [5].
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Ein erhöhtes Risiko ist nicht beschrieben [5].
Studien bei Niereninsuffizienz Die Pharmakokinetik bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht [4].
Renale Kontraindikation Keine angegeben [5].
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance >30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kreatinin-Clearance <30 ml/min: Reduktion der Dosis auf 50 %.
 
Referenzen
  1. Dettli L. Pharmakokinetische Daten für die Dosisanpassung. In: Grundlagen der Arzneimitteltherapie. Herausgegeben durch die Sektion Klinische Pharmakologie der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie. 14. Auflage. Basel: Documed; 1996. p. 13-21.
  2. Haefeli WE. Pharmakokinetische/Toxikologische Daten. In: von Planta M, Herausgeber. Memorix, Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996: S. 447-78.
  3. Pharmacokinetic data. In: Goodman & Gilman’s. The Pharmacological Basis of Therapeutics. 9th ed. New York: McGraw-Hill; 1996. Table A-II-1.
  4. Fachinformation radepUR 10mg, TabÜb (Teva), Stand September 2013
  5. Fachinformation LIBRIUM Tabs, FiTab (MEDA), Stand Oktober 2013
 
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Letzte Aktualisierung: 19.06.2017