Dosierung bei Niereninsuffizienz
Ceftibuten
 
Q0 * 0.14 [1]
HWZ ** 3 h [1]
* Q0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion
** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
 
Klinisches Management
Für diesen Arzneistoff kann eine Dosisreduktion (bzw. eine Verlängerung des Dosisintervalls) bei eingeschränkter Nierenfunktion nach dem Q0-Konzept berechnet werden.
- Kreatinin-Clearance 30-<50 ml/min: Startdosis 400 mg, Erhaltungsdosis 200 mg alle 24 h
- Kreatinin-Clearance 5-<30 ml/min: Startdosis 200 mg, ab Tag 2 Erhaltungsdosis 200 mg alle 48 h.
- Hämodialysepatienten: Startdosis 400 mg; Erhaltungsdosis nur nach Dialyse: 400 mg [2,3].
 
Aktuelle Nierenfunktion
Bitte Alter, Körpergewicht, Geschlecht und Serumkreatinin Ihres Patienten eingeben:
Kreatinin-
Schätz-
clearance
  (150 - Alter Jahr) × Gewicht kg × k  
  =  
  =   ml/min
  Serumkreatinin  
 
k = Geschlechtskonstante
Die Schätzgleichung darf nicht angewendet werden:
  • Bei instabiler Nierenfunktion (Kreatinin nicht im Steady State)
  • Bei Dialyse-Patienten
 
Individuelle Ceftibuten-Elimination
Der Berechnung liegt eine Kreatinin-Schätzclearance von ml/min zugrunde.
Die geschätzte Ausscheidungskapazität Ihres Patienten beträgt % der Ausscheidungskapazität eines Nierengesunden.
Damit beträgt die geschätzte Eliminations-Halbwertszeit   h.
 
Dosisoptimierung
1) Erniedrigung der Erhaltungsdosis auf % der Dosis eines Nierengesunden (Dosierungsintervall unverändert) oder
2) Verlängerung des Dosierungsintervalls um den Faktor (Erhaltungsdosis unverändert) oder
3) Kombination von 1) und 2), damit Therapieschema praktikabel ist.
 
Referenzen
  1. Kelloway JS, Awni WM, Lin CC, Lim J, Affrime MB, Keane WF, Matzke GR, Halstenson CE. Pharmacokinetics of ceftibuten-cis and its trans metabolite in healthy volunteers and in patients with chronic renal insufficiency. Antimicrob Agents Chemother 1991;35:2267-74.
  2. Fachinformation KEIMAX® 400mg Kapseln, Stand Dezember 2014
  3. Czock D, Keller F. Antibiotikadosierung bei Dialysepatienten. Der Nephrologe 2014;9:477-87.
 
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Letzte Aktualisierung: 10.08.2015